Neko

 

Dienstag, 17. Oktober 2006, 20:46 Uhr

Zu Huelf!

[Stimmung: in Ordnung. irgendwie]
[Musik: Internetradio]

Ich renne der Zeit schon wieder hinterher! Viel ist in den letzten Tagen nicht passiert, aber dennoch komme ich allmaehlich nicht mehr nach.

Freitag waren wir bei K., die neue Wohnung anschauen. Fuer mich voellig neu, fuer den Herrn von und zu nur bedingt neu, da am Umzug ja aktiv beteiligt ;)
Sehr huebsch ist es geworden. Eine schoene, warme Farbe im Wohnzimmer, ein frisches gruen in der Kueche (sehr feines giftgruen hihi) und vorallem viel Platz. Zu Essen gabs auch was ;)
Nachdem wir K. dann lang genug vom Schlafen abgehalten hatten, die Arme hatte am naechsten Morgen Fruehdienst, haben wir auf dem Heimweg ein Hinweisschild "Judenfriedhof" entdeckt. Wurde auch gleich vorgemerkt fuer den naechsten Tag, sich das noch einmal genauer anzuschauen.
Gesagt getan. Samstag Nachmittag sind wir zur besagten Stelle geduest, haben das Schild "Zum Schutze der Allgemeinheit wird dieser Friedhof empfohlen" wie bereits in Heiligenstadt gelesen und sind aufgrund verschlossener Tueren wiedereinmal ueber die Mauer. Etwas hoeher als die in Heiligenstadt aber nicht unueberwindbar *hust*
Ein sehr schoener Friedhof war das. Mehr Grabsteine als in Heiligenstadt, dafuer auch staerker verwittert. Den aeltensten Stein, auf dem ich eine Jahreszahl entziffern konnte, war um 1820. Wahnsinn! Der Herr von und zu hat auch wieder brav Bilder gemacht. Und wieder sind sehr schoene dabei! *stolz ist*
Einziger Unterschied zum letzten mal - keine Zecke ;) Allerdings ist der Herr von und zu diesmal auch nicht auf dem Boden rumgekrabbelt *lach*
Nachdem dann ein Auto zweimal die Strecke zum Friedhof abgefahren ist wurde uns das doch etwas zu brenzlig. Haette ja sein koennen, dass es verboten war, sich dort aufzuhalten ;)
Unbeholfen wie ich bin, habe ich es trotzdem ueber die Mauer geschafft *lach*

Abends ging es dann Top Act. Dort kam uns dann eine strahlende und ueberglueckliche D. entgegen. Mit einer Einladung. Zur Hochzeit. Jaaaa! Hochzeit! Wahnsinn. Freu mich fuer die beiden ;) So fix geht das *grins*

Nichts desto trotz gingen wir sehr frueh wieder. Waren auch fuer unsere Verhaeltnisse viel zu frueh dort angekommen *grins*

Viel ist nicht mehr mit mir los. Schlaf alsbald ein, halte nicht mehr bis in die fruehen Morgenstunden durch. Dafuer ess ich momentan definitiv viel zu viel *noeeergel* Elendige Faulheit.
Man wird alt. Und ruhiger auch. Ganz klar. Allerdings moecht ich mir das nicht zur Ausrede werden lassen.

Deswegen werde ich jetzt auch meine faulen Hintern bewegen, brav weiter meine Praxispflege lernen und die morgige Schulaufgabe ganz fix ueberleben. *hmpf*

Minensie

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Mittwoch, 11. Oktober 2006, 20:16 Uhr

Patrick Sueskind

[Stimmung: satt]
[Musik: Das Parfuem - Hoerbuch]

Dienstag war es dann soweit. Nachdem ich dem Herrn von und zu seit Monaten in den Ohren lag, ließ es sich doch einrichten, endlich den allseits bekannten, verhassten und zugleich gelobten Film Das Parfuem anzusehen. Im Doppelsitzer, was sich fuer den Herrn von und zu als aeußerst unbequem erwies. Die Anfangsszene moechte ich nicht so abwerten, wie ich es bereits in so manchen Blogs gelesen habe. Die Anfangsszene scheint mir gut. Allerdings scheint mir der Anfang ... hm ... unzureichend. Um es vorsichtig auszudruecken. Wichtige Details die fehlten, falsche Erzaehlung, falsche Geschehnisse. Aergerlich. Denn gerade am Anfang waere meiner Meinung nach eine korrekte Umsetzung wirklich wichtig und ganz klar auch noetig gewesen. Das Buch selbst hatte ich sogar ein zweitesmal angefangen zu lesen. Da ich mich an viele Details nicht mehr erinnern konnte. Aber wollte. Ganz habe ich es bis zum Kinotag dann doch nicht geschafft, aber zumindest hatte ich die groebsten Erinnerungen daran wieder herausgekramt. Allerdings waere auch ohne Auffrischung (1999 oder 2000 laß ich das Buch zum ersten Mal) die Enttaeuschung sehr groß gewesen. So grundlegende Dinge derart abzuaendern - das geht mir nicht in den Kopf. Aber gut. Schließlich war das fuer mich der einzige Anreiz in diese Verfilmung zu gehen. Bereits im Sommer, als wir allesamt im Dolphins saßen und ich das Plakat zur Vorankuendigung entdeckte. Ich wollte nur wissen wie man dieses einmalige Buch in Bilder fangen moechte. Der Film machte Grenouille menschlicher als es gut war. Das Buch versuchte mit keiner Zeile Mitleid zu erregen - so wie es im Film geschah. Grenouille war kein Mensch - konnte es auch durch nichts werden. Durfte es einfach nicht.
Der Film machte muede. So geraedert war ich nach einem Kinobesuch schon lange nicht mehr.

Jetzt hoere ich mir das ganze nocheinmal an. Um mich noch ein bisschen zu aergern. Und um die Zeit am Computer sinnvoller zu nutzen.

2,5 Wochen Schule und alles steht Kopf. Unzufriedenheit, Frustration und kaum noch Motivation aufgrund Grundschulhafter Aufgabenstellungen, laecherlicher Kinderspiele und absolut unterforderten Mitschuelern. Das es Dinge gibt, die zum Stundenplan zaehlen, auch wenn sie recht sinnlos wirken, das scheint verkraftbar. Aber nicht wenn es in 3 oder mehr Faechern gleichzeitig von statten geht und schon gar nicht, wenn dafuer wirklich wichtige Themen, wie Krankenlehre oder deren Pflege zu kurz kommen. Großes Diskussionspotential. Die obersten Herrschaften haben es sich angehoert. Haben mindestens genauso darueber gelacht wie wir und sehen den Grund fuer unsere Frustration ein. Ein Anfang wie ich finde. Die Wege die jetzt gegangen werden, sind die ueblichen. Aussprache, Verbesserungsvorschlaege und nach ein paar Wochen wird man sehen ob es Sinn gemacht hat oder nicht.

Nichts destotrotz muessen naechste Woche vier Arbeiten geschrieben werden. Der saure Apfel schmeckt niemanden. Gegessen werden muss er trotzdem.

Minensie

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