[ zurueck ]
Mittwoch, 11. Oktober 2006, 20:16 Uhr
Patrick Sueskind
[Stimmung: satt]
[Musik: Das Parfuem - Hoerbuch]
Dienstag war es dann soweit. Nachdem ich dem Herrn von und zu seit Monaten in den Ohren lag, ließ es sich doch einrichten, endlich den allseits bekannten, verhassten und zugleich gelobten Film Das Parfuem anzusehen. Im Doppelsitzer, was sich fuer den Herrn von und zu als aeußerst unbequem erwies. Die Anfangsszene moechte ich nicht so abwerten, wie ich es bereits in so manchen Blogs gelesen habe. Die Anfangsszene scheint mir gut. Allerdings scheint mir der Anfang ... hm ... unzureichend. Um es vorsichtig auszudruecken. Wichtige Details die fehlten, falsche Erzaehlung, falsche Geschehnisse. Aergerlich. Denn gerade am Anfang waere meiner Meinung nach eine korrekte Umsetzung wirklich wichtig und ganz klar auch noetig gewesen. Das Buch selbst hatte ich sogar ein zweitesmal angefangen zu lesen. Da ich mich an viele Details nicht mehr erinnern konnte. Aber wollte. Ganz habe ich es bis zum Kinotag dann doch nicht geschafft, aber zumindest hatte ich die groebsten Erinnerungen daran wieder herausgekramt. Allerdings waere auch ohne Auffrischung (1999 oder 2000 laß ich das Buch zum ersten Mal) die Enttaeuschung sehr groß gewesen. So grundlegende Dinge derart abzuaendern - das geht mir nicht in den Kopf. Aber gut. Schließlich war das fuer mich der einzige Anreiz in diese Verfilmung zu gehen. Bereits im Sommer, als wir allesamt im Dolphins saßen und ich das Plakat zur Vorankuendigung entdeckte. Ich wollte nur wissen wie man dieses einmalige Buch in Bilder fangen moechte. Der Film machte Grenouille menschlicher als es gut war. Das Buch versuchte mit keiner Zeile Mitleid zu erregen - so wie es im Film geschah. Grenouille war kein Mensch - konnte es auch durch nichts werden. Durfte es einfach nicht.
Der Film machte muede. So geraedert war ich nach einem Kinobesuch schon lange nicht mehr.
Jetzt hoere ich mir das ganze nocheinmal an. Um mich noch ein bisschen zu aergern. Und um die Zeit am Computer sinnvoller zu nutzen.
2,5 Wochen Schule und alles steht Kopf. Unzufriedenheit, Frustration und kaum noch Motivation aufgrund Grundschulhafter Aufgabenstellungen, laecherlicher Kinderspiele und absolut unterforderten Mitschuelern. Das es Dinge gibt, die zum Stundenplan zaehlen, auch wenn sie recht sinnlos wirken, das scheint verkraftbar. Aber nicht wenn es in 3 oder mehr Faechern gleichzeitig von statten geht und schon gar nicht, wenn dafuer wirklich wichtige Themen, wie Krankenlehre oder deren Pflege zu kurz kommen. Großes Diskussionspotential. Die obersten Herrschaften haben es sich angehoert. Haben mindestens genauso darueber gelacht wie wir und sehen den Grund fuer unsere Frustration ein. Ein Anfang wie ich finde. Die Wege die jetzt gegangen werden, sind die ueblichen. Aussprache, Verbesserungsvorschlaege und nach ein paar Wochen wird man sehen ob es Sinn gemacht hat oder nicht.
Nichts destotrotz muessen naechste Woche vier Arbeiten geschrieben werden. Der saure Apfel schmeckt niemanden. Gegessen werden muss er trotzdem.
Minensie
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